Demokratische Defizite
Claudia Wittig Claudia Wittig

Demokratische Defizite

Demokratische Defizite: Die völlige Ignoranz der Wahlergebnisse

Wie kann es zulässig sein, dass der vom Bundespräsidenten aufgelöste 20. Bundestag über das Sondervermögen der neuen Regierung abstimmt? Der Wähler hat nun keine Wahl mehr. Mein Gastbeitrag in der Berliner Zeitung.

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Mit der historischen Methode zur demokratischen Debatte
Claudia Wittig Claudia Wittig

Mit der historischen Methode zur demokratischen Debatte

Demokratie lebt von der Debatte. Zur Meinungsbildung gehört die Fähigkeit, aus der Masse der – teils widersprüchlichen – Informationen, auszuwählen, zu bewerten und sie im Kontext zu verstehen. Die Geschichtswissenschaften befassen sich seit jeher mit der Frage, welche Informationen geeignet sind, welche Fragen zu beantworten. Sie stellen ein Analyseinstrumentarium bereit, dass anerkennt, dass Quellen auf unterschiedlichen Ebenen informativ sein können, da ihre Verfasser von Interessen geleitet und in Kontexte eingebunden sind, die ihre Darstellung prägen. Das betrift heutige Medien ebenso, wie historische. Die Historikerinnen und Historiker haben aber auch erkannt, dass die Frage und der Fragende selbst oft bereits vor Vorannahmen geprägt sind, so dass gute historische Analyse stets auch eine Selbstbefragung beinhalten muss. Schließlich gehört zur wissenschaftlichen Methode immer auch der sachliche Austausch als Korrektiv, der sicherstellen soll, dass verschiedene Positionen in die Diskussion einfließen. Dieser Werkzeugkasten der Historiker kann uns in die Lage versetzen, auch über aktuelle politische und soziale Fragen sachbezogen zu diskutieren, Ideologien und Vorannahmen offenzulegen und so die demokratische Debatte zu verbessern.

Vortrag im Rahmen der Projektwoche "Wehrhafte Demokratie" der Universität Halle-Wittenberg, 2024.

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